Forschungsstipendium 2020 der Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung

Die Walter und Gertrud Siegenthaler Stiftung vergibt

Dr. med. Thomas Gaisl

geboren am 14. Dezember 1988

Arzt und Public-Health Student an der Harvard Universität, Boston, einen Forschungsaufenthalt zum Thema «Health Registry of Inmates and Refugees during the European Refugee Crisis».

Thomas Gaisl studierte Humanmedizin an der Medizinischen Universität Innsbruck, Österreich. Im Anschluss erwarb er 2015 an der Universität Zürich einen Doktor der Medizin (Dr. med.) mit einem Forschungsprojekt in der pneumologischen Epidemiologie unter Prof. Dr. med. Malcolm Kohler. Klinisch bildete er sich seit 2016 zum Facharzt für Allgemeine Innere Medizin fort und war unter anderem bei den „SOS-Aerzten“ in Zürich aktiv. Thomas Gaisl wirkte als klinischer Postdoktorand an multiplen Netzwerk-Meta-Analysen mit, veröffentlichte Originalstudien im Bereich der Epidemiologie und Atemanalytik („Zurich Exhalomics“) und ist im Bereich der Schlafmedizin als klinischer Berater in der Forschung tätig.

Im Jahr 2019 war Thomas Gaisl an der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin unter Prof. Dr. med. Edouard Battegay als Gefängnisarzt im Kanton Zürich tätig und begann die anfänglich nur auf Anekdoten basierenden medizinischen Erlebnisse der Festgenommenen im Rahmen eines Forschungsprojektes systematisch zu dokumentieren. Die Ambitionen des Projektes wurden von Genf aus durch Prof. Dr. med. Shekhar Saxena, dem ehemaligen WHO Direktor der Abteilung für psychische Gesundheit, gefördert und mit einem anschliessenden Forschungsaufenthalt zum Thema „Health Policy“ sowie Studium in „Public Health“ an der Harvard Universität in Boston ab 2020 vertieft.

In Zukunft plant Thomas Gaisl eine Ausbildung zum Facharzt für Pneumologie am Universitätsspital Zürich und möchte sich im Bereich der pneumologischen Epidemiologie spezialisieren.