Prof. Dr. Markus Huppenbauer, Ausserordentlicher Professor für Ethik

Verstorben am 23. Juli 2020 im Alter von 62 Jahren.

 

Markus Huppenbauer war ein glänzender Vertreter theologischer Ethik und interdisziplinärer Brückenbauer und ein im besten Sinn öffentlichkeitsaufmerksamer Wissenschaftler.

Nach dem Studium der Philosophie und Theologie und seiner Promotion war Markus Huppenbauer Leiter der Evangelischen Studiengemeinschaft, arbeitete in der Evangelisch-reformierten Landeskirche Zürich und fungierte von 2000 bis 2005 als Geschäftsleiter der Schweizerischen Studienstiftung. Im Jahr 1999 erfolgte seine Habilitation über «Theologie und Naturethik».

Von 2005 bis 2016 war er Geschäftsleiter des Universitären Forschungsschwerpunktes (UFSP) Ethik. 2006 wurde er Titularprofessor und 2017 ausserordentlicher Professor ad personam für Ethik an der Theologischen Fakultät. Im gleichen Jahr übernahm er die Leitung des Zentrums für Religion, Wirtschaft und Politik und profilierte dieses durch seine interdisziplinäre Kompetenz höchst erfolgreich gemeinsam mit den Universitätsstandorten Luzern, Basel, Lausanne, Fribourg sowie der ETH/Collegium Helveticum.

In den letzten Jahren hat er sich intensiv mit dem Forschungsfeld «Digitale Religion» aus ethischer Perspektive beschäftigt und war designierter Co-Direktor des dazu eingerichteten UFSP.

Durch seine sorgfältig abwägenden Stellungnahmen ist er in Forschung, Lehre und Öffentlichkeit pointiert für eine Kultur pluralitätsfähiger moralischer Kommunikation angesichts komplexer ethischer Debatten eingetreten.

Mit Markus Huppenbauer verlieren wir einen leidenschaftlichen Wissenschaftler und zugleich einen durch seine aufmerksame und menschenfreundliche Art  höchstgeschätzten Kollegen. 

Die Universität Zürich, die Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeitenden und  Studierenden werden den Verstorbenen in dankbarer Erinnerung bewahren.