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Geschichte / Geschichte der Neuzeit

Was ist Geschichte und Geschichte der Neuzeit?

Geschichte wird an der UZH in ihrer ganzen thematischen und methodischen Vielfalt erforscht und gelehrt. Dazu gehören die Geschichte der Schweiz vom Mittelalter bis zur Globalisierung, die Geschichte West- und Osteuropas von der Antike bis zur Gegenwart sowie die Geschichte Afrikas, Asiens und der USA. Wir fragen nach dem Denken und Handeln von Menschen in ihrer Zeit, nach dem Verhältnis von Geschichte und Gegenwart – und nach den Voraussetzungen dafür, heute etwas über die vergangenen Zeiten zu wissen.

Wann sind Sie bei uns richtig?

  • Dem Heute auf die Spur kommen: Sie sind davon überzeugt, dass man die Gegenwart besser versteht, wenn man möglichst viel von der Vergangenheit weiss. 
  • Über den Tellerrand blicken: Sie interessieren sich für vergangene Kulturen, Gesellschaften und deren Wandel. 
  • Fragen aufwerfen: Sie sind neugierig, kritisch und finden es faszinierend, als Kind Ihrer Zeit immer wieder neue Fragen an die Vergangenheit zu stellen.
  • Mit Quellen arbeiten: Es reizt Sie, sich kritisch mit Relikten aus der Vergangenheit auseinanderzusetzen, um Forschungsfragen zu beantworten.
  • Verschiedene Perspektiven einnehmen: Details nachzugehen packt Sie genauso wie grosse Zusammenhänge zu verstehen.

Das sagen unsere Studierenden

«Bis heute gehe ich am allerliebsten ins Archiv. Ich liebe es, in einen Quellenbestand einzutauchen, mir Flugblätter, Protokolle, Briefe, Zeichnungen, Videos anzuschauen und mir zu überlegen, welche Geschichte ich erzählen möchte – und anhand des Materials erzählen kann. Das brauche ich, um Lust aufs Schreiben zu bekommen. Dabei bin ich erst relativ spät in ein physisches Archiv gegangen, nämlich gegen Ende Bachelor, als ich in einem Kolloquium die Aufgabe bekam, in irgendeinem Archiv irgendeine Signatur zu bestellen und einen Essay darüber zu schreiben. Im Studium – und eben vor allem im Archiv – habe ich gelernt, mit Neugierde ans Material heranzugehen und alles zu hinterfragen. Das fängt an bei so scheinbar banalen Dingen wie der Sprache. Oft stosse ich beispielsweise auf ein Wort, an dem ich mich irgendwie reibe und dem ich dann nachgehe. Zum Beispiel «Vermassung» oder «Plan». Das sind deutsche Wörter und die Texte, in denen sie vorkommen, sind nicht älter als ein paar Jahrzehnte. Trotzdem muss ich sie als Historikerin wie Fremdwörter behandeln. Dann frage ich mich: Wo kommt dieses Wort her? Seit wann wird es verwendet, von wem und in welchen Kontexten? Welche Bedeutungen schwingen mit? Ich glaube, es ist wichtig, als Historiker:in so ans Quellenmaterial zu gehen: als ginge es darum, eine Fremdsprache zu lernen. Also nicht mit der Haltung: «Ich weiss, was ich sagen möchte, und beweise das jetzt», sondern offen, möglichst auf Augenhöhe und mit der Bereitschaft, auch Fragen aufzuwerfen und Spuren nachzugehen, die auf den ersten Blick nichts oder wenig mit dem Seminararbeitsthema zu tun haben. Es hängt sowieso immer alles mit allem zusammen. Das habe ich im Studium auch gelernt: Egal, worum es geht – es ist immer komplexer, als es scheint. Diese Haltung verändert den Blick auf die Gegenwart. Wer Geschichte studiert, lernt «ja, aber» zu sagen. Auch das gefällt mir am Fach. Denn aber-Sager:innen, wenn sie auch manchmal nervig sein mögen, braucht es unbedingt!»
Anke, Masterstudentin im 4. Semester, Zeitgeschichte/Kulturanalyse