«Wert und Bewertung der Grundlagenforschung»
Grundlagenforschende schaffen das Wissen, von dem später andere zehren, oft ohne zu wissen, wer das sein wird und wann. Doch die Grundlagenforschung steht unter Druck: Was sich nicht sofort auszahlt, gerät leicht in Erklärungsnot.
Das Arbeitspapier «Wert und Bewertung der Grundlagenforschung», verfasst zuhanden der Arbeitsgruppe «Wert der Grundlagenforschung» der UZH, geht der Frage nach, worin der Wert der Grundlagenforschung liegt. Die Antwort: im Wissen selbst. Grundlagenforschung prüft, was in einem Fach als gesichert gilt, und macht so überhaupt erst sichtbar, wo die Grenzen des bisherigen Verständnisses verlaufen. Wer das aufgibt, forscht weiter in den immer gleichen Bahnen.
Das Arbeitspapier schlägt dafür vor, bei der Bewertung von Grundlagenforschung drei Beurteilungsebenen zu unterscheiden: das einzelne Forschungsprojekt, das Forschungsprogramm und die gesellschaftliche Wirkung. Auf jeder Ebene gelten eigene Kriterien und auf jeder kann und sollte der Beitrag der Grundlagenforschung unterschiedlich beschrieben und beurteilt werden. So lässt sich Grundlagenforschung bewerten, ohne ihren Wert für Wissenschaft und Gesellschaft zu gefährden.
Das Papier beruht auf Gesprächen und Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern aus Forschung, Wissenschaftskommunikation und Forschungsförderung. Es schliesst mit konkreten Vorschlägen zu Anreizsystemen, Kommunikationsarbeit und Evaluation.