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Vereinigung Akademischer Mittelbau der Universität Zürich

Entresol - Bezahltes Begehren. Workshop zum Problem der Sexarbeit

In den letzten Jahren ist die Diskussion um die Legalität und die Legitimität von Sexarbeit in den Medien und in der Politik in ganz Europa heftig entflammt. Die Positionen schwanken von der Kriminalisierung von Freiern bis hin zur Aufwertung der Prostitution als „ganz normaler“ Arbeit.
In der Debatte um die Sexarbeit kreuzen sich drei gesellschaftlich brisante Diskurse. Erstens geht es um die „richtige“ (weibliche/ männliche) Sexualität, zweitens um das Problem der entfremdeten Arbeit und drittens um Ungerechtigkeiten in einer globalisierten Welt. Es kreuzen sich aber auch unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen: Ethiker_innen, Soziolog_innen, Fachleute für Genderfragen, Psychoanalytiker_innen und Kulturwissenschaftler_innen erheben Anspruch auf Deutungshoheit.
Wo unterschiedliche Diskurse und Wertsysteme aufeinander treffen, eignet sich deren Analyse besonders gut, um Aushandlungsmechanismen zu untersuchen. In unserem Workshop soll es darum gehen, Formen von Grenzziehungen, von Einschlüssen und Ausschlüssen in den Blick zu nehmen.
Neben Beiträgen von vier Fachpersonen verschiedener Disziplinen wird der Diskussion viel Zeit eingeräumt. Die angemeldeten Teilnehmer_innen erhalten vorbereitende Texte.

Referent_innen
Kurt Imhof (Soziologe und Publizistikwissenschaftler, Zürich), Renate Ruhne (Sozialwissenschaftlerin, Bern), Christina Schlatter-Gentinetta (Gynäkologin, Zürich) und Daniel Strassberg (Psychiater, Psychoanalytiker und Philosoph, Zürich); Moderation Eva Hug (Ethnologin, Zürich)

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